Woche 7

Au mann, was für eine Woche! Sie begann mit dem ersten Auftritt des Jahres und endete mit dem ersten richtigen Sessions-Wochenende des Jahres. Und dazwischen: Chaos, Zeitnot und viel zu wenig Zeit für die Fotos des Tages.

12. Februar

Es ging am Samstag ganz harmlos los. Ein gemütlicher Spaziergang mit den Kids, ein wenig Videodreherei für den Freundeskreis und ein gemütlicher Kaffee bei der Verwandschaft. Und dann war er endlich da: Der erste Auftritt mit meiner Band im Jahr 2022! Nachdem Corona fast alle Karnevalsveranstaltungen zum Erliegen gebracht hatte, fühlte sich dieser erste Termin unglaublich befreiend und wohltuend an. Und es sollte - so viel kann ich an dieser Stelle schon mit gutem Gewissen spoilern - nicht der letzte sein!

13. Februar

Der Sonntag präsentierte sich entpannt. Nach ein wenig Homeoffice-Computerarbeit fuhren wir in voller Mannschaft zu meinen Eltern und verbrachten dort einen ausgesprochen gemütlichen Nachmittag und Abend.
Dort, im Garten direkt am Waldrand, erblickte ich meine ersten Schneeglöckchen des Jahres und musste direkt wieder an das Frühlingserwachen denken, das mir der Krokus letzte Woche prophezeit hatte. Eine Woche der ersten Male? Mal schauen!

14. Februar

Aaaah, ein Valentinstags-Foto, das war ja klar! Oder?
Nicht ganz! Aber von vorne:
Es war im Grunde genommen ein Montag wie jeder andere. Arbeiten am Freundeskreis, dann wieder ab zu der Kölner Schule mit den Musik-AGs. Diese Bandproben waren an diesem Tag allerdings ausgesprochen anstrengend für mich. Ich weiß nicht, was es war, vielleicht kündigte sich das Sturmtief auf emotionaler Ebene schon an, vielleicht lag es an der dunklen Jahreszeit... die Schüler waren außer Rand und Band.
Auf dem Rückweg fuhr ich gemütlich und größtenteils abseits der Autobahn nach Hause, um mich ein wenig vom Stress zuvor zu erholen. An einem Gartencenter hielt ich an, denn ich wollte meiner Frau zu unserem Jahrestag (der treffenderweise eigentlich einen Tag nach Valentinstag liegt) noch eine kleine Aufmerksamkeit mitbringen. Ich verschenke am liebsten Blumen im Topf, weil ich es mag, die Blumen lebendig zu überreichen und ihnen im Idealfall noch lange weiter beim Wachsen zuschauen zu können. Um das Pflänzlein aber nicht verstecken zu müssen, überreichte ich es doch noch am Montag Abend. Nach so viel Zeit kommt es doch auch ein paar Stunden nicht an, oder?

15. Februar

Mein Persönliches "nur noch 15 Minuten" Schild! Wann immer ich aus Köln, Leverkusen oder noch weiter im Süden kommend heimwärts fahre, bedeutet das Unterfahren dieses Schildes für mich, dass ich in einer ungefähren Viertelstunde zu Hause bin. Es befindet sich an der Müllverbrennungsanlage in Leverkusen. Das ist übrigens die, die letztens explodiert ist, wovon man allerdings nicht mehr viel sieht.
An diesem Tag passierte ich das Schild nach einem sehr langen, rastlosen aber dennoch befriedigenden Musikschultag, so dass die Aussicht auf unsere Couch, eine Pizza und ein kaltes Bier in 15 Minuten eine sehr angenehme war!

16. Februar

Licht: An! 
Kamera: Läuft!
Bildschirmaufnahme: Läuft!
Ton: Nimmt auf!
Los geht's!
Im Moment produziere ich immer wieder Videos für den Fotografie tut gut Freundeskreis. Das war am Mittwoch die Hauptaufgabe auf meiner To-Do-Liste. Ich wollte zwei Videos fertig gefilmt bekommen, bevor der erste Klavierschüler seine Unterrichtsstunde bekommen sollte.
Solche Aufnahmen sind immer wieder ein spannendes Unterfangen, es gibt so viele Möglichkeiten, mit kleinen Fehlern das komplette Ergebnis zu ruinieren oder mit kleinen Ritualen den Workflow beim Schneiden deutlich zu erleichtern. Eine Tüftelei, die mir Spaß macht!
Nachdem die Videos im Kasten waren, folgte das Sichern der Daten und kurz darauf klingelte auch schon mein Rechner, weil der Schüler bei Skype anrief. Da war der Zeitplan also doch noch aufgegangen. 

17. Februar

"Und ein Sturm zieht auf...", singt meine Tochter immer dramatisch, wenn sie wieder einen ihrer Elsa-Fanmomente hat. Diesen Donnerstag zog in der Tat ein Sturm auf, der so heftig prognostiziert wurde, dass vorsichtshalber Schulen und Kindertagesstätten geschlossen wurden. Familientag von oben verordnet quasi! In einer Phase, in der sich der Wind in Grenzen hielt, fuhren wir ans Monheimer Rheinufer, um wenigstens ein paar tiefe Atemzüge frische Luft abzubekommen. Das Wetter war in der Tat windig, aber abgesehen davon spektakulär. Sonne, Wind, Hagel... alles gleichzeitig - auch in diesem Bild! 

18. Februar

Der Sturm, der für den Vortag angesagt worden war, lief erst am Freitag zur vollen Höchstform auf. So sehr, dass leider der zweite Aufritt des Jahres kurzfristig abgesagt werden musste, weil die Sicherheit des Zeltes nicht gewährleistet werden konnte. Immerhin die zweite Buchung an diesem Tag konnte stattfinden, da sie in feste Gemäuer verlegt werden konnte.
Kurz vor der Abfahrt zu Hause entstand noch dieses Bild der eiligst vorbeiziehenden Wolken und der im Wind tanzenden Bäume. Und so begann das erste richtige Karnevalswochenende des Jahres für uns. 

Diese Woche war ausgesprochen schwierig. Die Zeit war so knapp bemessen, dass ich mich - was eher ungewöhnlich ist - an das Fotografieren erinnern musste. Und meine Vorahnung sagt mir, dass die nächste Woche - immerhin steht das große Finale der so unglaublich kurzen Karnevals-Session an - keinen Deut besser wird. Danach geht hoffentlich endlich der Freundeskreis online und die Wochenenden entspannen sich wieder etwas.
Ich kann übrigens schon mal ankündigen: Für Samstag und Sonntag der kommenden Woche wird es keine (vernünftigen) Bilder geben, weil meine geliebte Sony α7c meine Speicherkarte geplättet hatte und die Bilder bis auf 3 Ausnahmen nicht mehr lesbar waren. Mal schauen, was das gibt...