Woche 5 - ein wilder Mix

Schon Woche 5? Wie kann das denn sein? Und wie durchwachsen kann es noch werden? 
Die Antwort erfährst Du nach der nächsten Maus! Oder so...

Na das ging ja schon wieder gut los diese Woche. Samstag, 29. Januar. Ein wilder Tag. Er begann mit einem Familienfrühstück und ein wenig Klavierunterricht.
Weiter ging es dann am Nachmittag mit einem Treffen mit ein paar handverlesenen Freunden, mit denen wir uns den Jeckstream anschauten. Dabei handelt es sich um eine Streaming-Karnevalssitzung, bei der man sich sein Programm selber zusammenstellen kann. Einer der möglichen Programmpunkte war auch meine Band und ich war natürlich mehr als gespannt, unseren Beitrag mal im Kontext eines kompletten Streams zu sehen. Wenigstens ein bisschen Karnevalsstimmung kam so im Januar dann doch noch auf. Und da einer der Zuschauer auch mein lieber Schwager war und neben ein bisschen Bier auch eine Flasche köstlichen Gins bereitstand, verbrachte ich die Rückfahrt später auf dem Beifahrersitz.  Die kleine α7c war aber natürlich wie fast immer dabei und spendierte mir bereitwillig beim Überfahren der Rheinkniebrücke mein Foto des Tages.

30. Januar
Der Tag nach der besagten Flasche Gin begann - man möchte sagen "zum Glück" - ganz entspannt mit einem ausgiebigen Familienfrühstück. Genau richtig, um die Batterien wieder aufzuladen. Da das Wetter relativ freundlich war und das Vogelhäuschen auf dem Balkon frisch aufgefüllt, hatte ich mal wieder die Kamera mit dem Tele neben meinem Frühstücksteller liegen.
Und tatsächlich: Kaum hatte ich in mein erstes Toast gebissen, landete im Holzhäuschen ein Rotkehlchen. Vielleicht war es das vom Freitag zuvor und war mir gefolgt? Eher unwahrscheinlich! Nicht weniger erfreut war ich natürlich, das putzige Vögelchen beim Futtern beobachten und fotografieren zu dürfen. 

Rechts unten sieht man übrigens noch ein Relikt der Geburtstagsparty vom Wochenende davor: Ein pinker Latexballon hängt bis heute (04.02.) an der Balkontür!

Na, wer erkennt das Instrument?
Zugegeben, das ist auf den ersten Blick gar nicht so einfach. Ich besitze zum Beispiel eine Westerngitarre, die ebenfalls solche F-Löcher besitzt, obwohl diese Bauart vor allem typisch für Streichinstrumente ist. Wer jetzt weiß, dass ich auch Bassist bin, dem ist sofort klar:
Das muss ein Kontrabass sein!
Diesen Kontrabass bekam ich 2007 von meinen Eltern zum Abitur geschenkt und seitdem wohnt er auch bei ihnen im Wohnzimmer. Einerseits habe ich hier in meiner Wohnung kaum den Platz, um ihn sicher unterzubringen und andererseits hat er sich dort zum geliebten Möbelstück gemausert. So ist dieses Bild am 31. Januar entstanden, als wir meine Eltern besuchten und ich das Instrument dorthin zurückbrachte, nachdem ich ihn für zwei Projekte mitgenommen hatte.

"Lasst uns übers Machen sprechen."
Was soll das Bild denn jetzt? Was ist denn da drauf?
Lidl! Um genau zu sein, es ist der Lidl direkt neben der dienstäglichen Musikschule in Köln. Es handelt sich hierbei um das Foto des 01. Februar aus der Kategorie:
ICH HAB MAL WIEDER KEIN FOTO DES TAGES!
Aber lustigerweise ist die Message, die sich in dem Bild (ziemlich offensichtlich leserlich) versteckt ja dann doch ganz passend. Denn wenn man kein Foto des Tages hat, hat man zu wenig übers "Machen" gesprochen oder nachgedacht... oder einfach zu viel anderes "gemacht". Zu welcher Gruppe gehöre ich? Vermutlich beide!

Sehnsucht nach draußen!
Das Bild vom 02. Februar verrät es noch nicht, aber am Mittwoch ging das mit dem "Machen" schon besser. Dieses Bild entstand unmittelbar, nachdem mein letzter Klavierschüler bei Skype (er hatte seine Stunde online) auf den Auflegen-Button geklickt hatte.
Es war kurz nach 17 Uhr und die Sonne schien entgegen ihrer Gewohnheiten der letzten Tage auch mal an den Wolken vorbei, so dass sie kurz vor der Dämmerung noch mal ihre warmen Strahlen über Benrath streifen ließ.
Ich dreht noch eine kleine Runde um den Block, um das letzte Licht des Tages ohne Fensterscheibe im Strahlengang auf dem Gesicht spüren zu können.

Als Musiker hat man sicherlich immer eine emotionale Bindung zu seinem Equipment. Man blickt auf seine Instrumente und sieht das Publikum, hört den Applaus und riecht die feuchtwarme Bühnenluft. Manch einer hegt und pflegt sein Equipment mit Hingabe.
Unübertroffen in Sachen Hege, Pflege und Hingabe ist mein Freund Joel. Joel ist Drummer. Ein sehr guter sogar. Und er ist sehr gut darin, seine Ausrüstung mit einer nicht enden wollenden Akribie zu umsorgen. Davon durfte ich mich wieder mal überzeugen, als ich ihn am 03. Februar in seinem neuen Probenraum und Recording-Platz besuchte. Seine Kabel sind perfekt gerollt und aus seinem Audio-Interface laufen 16 perfekt zu einem Strang geformte Kabel zu den Mikrofonen. Die Fernsteuereinheiten zu den beiden Röhrenmikrofonen (eines davon seht ihr in diesem Bild) sind fein säuberlich unter einem Tuch vor Staub geschützt und alle Geräte haben einen Platz in einem maßgefertigten Rack.
Zusammengefasst: Mehr Arbeitsatmosphäre kann es wohl kaum geben!
Das war ein sehr wohltuender Besuch bei ihm, der leider nach viel zu kurzer Zeit schon wieder endete, weil ich weiter musste. Aber da ich mit dem Auto in 17 Minuten da bin, fällt der Gedanke an eine zeitnahe Wiederholung nicht schwer. Mit Kamera natürlich!

Heute, am 04. Februar, war ich sogar mit zwei Kameras im Wald. Und habe deswegen ein sensationelles Foto des Tages! Ist doch logisch! Von wegen... im Wald war ich zum Filmen. Und die zweite Kamera war eigentlich nur als Requisite dabei. Kein einziges Foto habe ich gemacht. Und weil meine liebe Tochter dabei war und mich mit so viel Lebensfreude ansteckte, dass ich mich kaum meiner Kameras annehmen konnte, war auch an Videomaterial nicht viel auf der Speicherkarte zu finden.
Es war also mal wieder Zeit für ein Verzweifelungsselfie, während aus dem Fernseher das Dschungelcamp sein altes, einsames Lied sang. 
"Ich bin ein Star, holt mich hier rauuuuuuuuuuu...."

Interessant ist, dass sich diese Woche an den Tagen selber ganz anders angefühlt hat. An einigen Tagen hatte ich das "komplett versagt"-Gefühl und an anderen das "heute war es mega!"-Gefühl. In der Rückschau lässt sich das gar nicht mehr so eindeutig sagen. 
Außer heute! Verzweiflungsselfies auf dem Stäbchenparkett im Wohnzimmer sind wirklich fies!