Woche 14

Der Frühling hat sich spontan entschieden, noch mal ein Päuschen einzulegen und kurz vor den Osternferien noch mal für ein wenig Durcheinander im Wetterbericht zu sorgen. Sonnenschein und Hagel bei teils frostigen Temperaturen geben sich die Klinke im Minutentakt in die Hand. Und das so kurz vor den Osterferien. Und dennoch zeigen hier viele Fotos die Welt außerhalb der  eigenen vier Wände.

02. April

Im Benrather Dörfchen (also in der Fußgängerzone) gibt es eine kleine Kaffee Rösterei, die wir seit einigen Jahren regelmäßig aufsuchen. Asem, der Inhaber, hatte von Anfang an einen hervorragenden Draht zu meiner älteren Tochter Leonie und so kam es, dass auch sie den regelmäßigen Babychino (sie selbst sagte lange Zeit "Binochino" zu dem begehrten Getränk) lieben gelernt hatte. Am Samstag schauten wir nach längerer Zeit mal wieder in voller Besetzung bei Asem vorbei und genossen dort einen gemütlichen Nachmittag, während das Wetter sein apriltypisches Wechselbad veranstaltete.


03. April

"Der Schnee glänzt weiß auf den Bergen heut' Nacht..."
Das unangefochtene Lieblingslied von Leonie ist bisher die deutsche Version von "Let it go", dem Signature Song von Elsa aus dem Disney-Film "Die Eiskönigin - völlig unverfroren". Schon vor ihrem dritten Geburtstag war sie völlig vernarrt in die Geschichte der Prinzessin von Arendelle. So verwundert es nicht, dass meine Frau Melanie sich das Intro dieses Songs für eine erste Annäherung an das Klavier auszuwählen. Und da wir am Sonntag meine Eltern in Leverkusen besuchten, ließ sie es sich natürlich nicht nehmen, die ersten acht Takte dort mal stilgerecht auf dem schönen Feurich Flügel im Wohnzimmer anzuspielen. Weiter so!

04. April

Der vierte April tat im Kalender noch so, als sei er ein harmloser Tag ohne fixe Termine. Da aber ich an diesem Tag den Großteil mit meinen Kindern verbringen durfte und diese mich in vollem Umfang in Beschlag nahmen, hatte ich meiner Kamera ausnahmsweise kaum in der Hand. So entstand nur ein kurzes Bild von der (solarbetriebenen) Balkon-Lichterkette vor dem zu dieser Uhrzeit einsamen Vogelhaus. Blaue Stunde geht ja irgendwie immer. Gute Nacht!

05. April

Bevor ich an diesem Dienstag zur Musikschule fuhr, stellte ich mir die Frage:
Kann man eigentlich Vögel mit einem manuellen 50mm Objektiv bei Offenblende (in diesem Fall f/1.2) fotografieren? Gott sei Dank stellte sich zur Klärung dieses Sachverhalts eine Taube im Vogelhäuschen zur Verfügung. Da die abendliche blaue Stunde an diesem Tag noch lange nicht anstand, hatte das Tier die Ruhe weg und ich genug Zeit, mich an dieser nicht ganz einfachen Aufgabe zu messen. Eine spannende Erfahrung, die mich das Bild im Nachhinein noch ein wenig mehr genießen lässt.

06. April

Es war etwa 18 Uhr, als meine Mädels nach Hause kamen. Erst waren die kleinen bei der Tagesmutter und in der Kita gewesen und dann mit Melanie zusammen zum Kinderschwimmkurs und zum Kinderturnen gefahren. Als ich - eigentlich der vermuteten Erschöpfung wegen - spaßeshalber fragte, wer mit mir spazieren gehen wolle, war ich überrascht: Leonie rief direkt "ICH!" und Louisa (ihre eineinhalb Jahre alte Schwester) sprang direkt hinterher und schlüpfte in ihre Gummistiefel. Und so zogen die beiden kleinen Mädels und ich noch eine kurze Runde in den Wald, um noch ein wenig Bewegung und frische Luft zu genießen. So lobe ich mir das!

07. April

Der siebte April war schon mein ganzes Leben ein wichtiger Tag für mich, denn an diesem Tag hat meine Mutter Geburtstag. Und wie jedes Jahr trafen wir uns an diesem Tag zu Kaffee, Kuchen und später auch Abendessen am gleichen Holztisch wie vor über 30 Jahren schon. Der langgezogene Garten meiner Eltern endet direkt am Wald und die letzte Station vor dem Gartenzaun am Wald ist ein Gartenhaus. Ich weiß noch wie heute, wie ich als kleiner Junge dabei war, wie das Gartenhaus bis nach Sonnenuntergang aufgebaut wurde und wie um die Kabellampe, die im Dunklen die "Baustelle" beleuchtete, eine Hornisse ihre Kreise zog. Seit der Fertigstellung dieses Schuppens ist die Bank am Gartenteich einer der beliebtesten Plätze im Garten. Kaum schaut die Sonne heraus, ist es dort äußerst gemütlich und warm, so dass man selbst im frühen Frühling schon im T-Shirt dort sitzen kann. Viele schöne Erinnerungen stecken für mich in diesem Bild und auch in diesem Gartenhaus. 

08. April

Im Freundeskreis schrieb ich über diesen Freitag einen Beitrag namens "Als derTag mir einen Vogel zeigte...", doch eine kleine Unwahrheit verbirgt sich in dem Titel, denn es war bei weitem nicht nur ein Vogel. Nach langer Zeit hatte ich mal wieder mein Tele auf die kleine α7c geschnallte und mich auf die Suche nach heimischen Vögeln gemacht. Neben einigen spezielleren Sichtungen wie Sumpf- oder Weidenmeise, Habicht und Co zeigte sich auch in typisch unbeeindruckter Manier dieses kesse Rotkehlchen. Es schien überhaupt gar keine Angst vor mir zu haben und so schlich ich mich Stück für Stück näher heran. Auch, wenn ich bei der Entstehung dieses Bildes noch nicht komplett beim Rotkehlchen angekommen war, mag ich es besonders gerne, denn hier hört man das fröhliche Plärren des kleinen Vogels förmlich. Was für eine schöne Begegnung (und es war ja nur eine von vielen an diesem Tag).