Woche 13

Woche 13 begann mit der Veröffentlichung der Freundeskreis Community von Fotografie tut gut. Ein Ereignis, auf das Falk und ich seit einem Jahr intensiv hingearbeitet hatten und für das wir diverse Rückschläge auf dem Weg auf uns nehmen mussten. Nun war es endlich so weit und der damit einhergehende Befreiungsschlag war immens! Mal schauen, ob sich das irgendwann fotografisch niederschlägt.

26. März

"Das geht ja gut los diese Woche", denkt sich der geneigte Spinnenphobiker. Das tut mir Leid, ich hoffe, Du schaust dir den Rest trotzdem an. Es kommen diese Woche auch keine Spinnen mehr vor, versprochen!

Das hier abgebildete Exemplar ist eines meiner Haustiere, eine junge Vogelspinne der Art Lasiodorides striatus (für alle Spinnenfans). Während eines gemütlichen Kaffees am Samstag Abend saß sie so präsent im Geäst ihres Terrariums, dass ich sie kurz portraitieren musste. 

27. März

Musik und Fotografie... eine Verbindung, die mich jetzt schon einige Zeit fasziniert. Schon oft habe ich mich gefragt, woher die so oft vorzufindende Verbindung dieser beiden Kunstformen kommt.

In der Freundeskreis Community haben wir darüber einige Zeit lang diskutiert, haben Gemeinsamkeiten und Punkte, an denen die eine Tätigkeit Ausgleich für die andere sein kann, gefunden. Für diese Diskussion hängte ich diese wunderschöne Pentax MX zwischen meine Bässe. Diese Kamera hatte mir der liebe Falk Frassa überlassen und ich habe schon einige schöne, analoge Momente mit ihr gehabt. Es ist eben doch etwas anderes, den Spannhebel zu ziehen, Belichtung prüfen, fokussieren, und...
"KLACK!"

28. März

Genau eine Woche später und die hübsche Clematis hat genau die Knospe, die ich letzten Montag hier im Sonnenuntergang gezeigt hatte, geöffnet. Frühlingsgefühle! 
Aber natürlich sollte das nicht das Ende der Geschichte sein, denn Aprilwetter wäre nicht Aprilwetter, wenn diesen Freitag nicht... ich will nicht spoilern, aber so ganz war's das für den Winter noch nicht und die arme Clematis muss sich noch einmal der erbarmungslosen Kälte stellen.

29. März

An diesem Dienstag bot sich ein Freiraum zwischen zwei Terminen. Nachdem ich mit Melanie (meiner Frau) am Morgen den Frozen Yogurt Laden auf Vordermann gebracht hatte und die ersten Schüler in der Musikschule an diesem Tag wegen Krankheit ausfielen, legte ich auf dem Weg nach Köln etwa auf der Hälfte einen Stopp ein. 
Am Rheinufer meiner Geburtsstadt Leverkusen stellte ich meinen Bus ab und schlenderte hinunter Richtung Rhein, wo ich den Fußweg unter der Leverkusener Autobahnbrücke hindurch wählen wollte. Ich hatte nämlich auf dem Gelände um die Brücke herum in letzter Zeit häufig Bussarde und Falken gesehen und hoffte darauf, einen gut gelaunten Greifvogel anzutreffen und vielleicht fotografieren zu können. Leider war aber die Baustelle um die Brücke so ausgedehnt, dass kein Durchkommen war und so schlich ich nach wenigen Metern reumütig zurück Richtung Parkplatz. Und da fiel sie mir auf, die von Industrie geprägte, graue Skyline des Bayerwerks. Für einen Naturliebhaber wie mich kein schöner Anblick im ersten Moment, auf den zweiten Blick konnte ich dem großstädtischen Industriepanorama aber irgendwie doch etwas abgewinnen und machte zumindest dieses schnelle Foto, bevor ich zurück zum Auto ging, um nach dem Verputzen einer Laugenstange weiter zur Musikschule zu fahren.

30. März

Und da war es auch schon wieder Mittwoch. Und als hätte die Infektionswelle der letzten Woche nicht gereicht, musste meine ältere Tochter Leonie auch an diesem Tag mit Erkältungssymptomen zur Beobachtung zu Hause bleiben. Nachdem aber alle vorigen, aktuellen und folgenden Corona-Tests negativ waren, durfte sie aber am Donnerstag wieder in die Kita.
Das Bild entstand in einer Spieltrieb-Phase auf dem abendlichen Balkon mit meinem geliebten 35mm Objektiv. Ich hatte mich gefragt, ob ich mit einer rein manuell zu fokussierenden Linse wohl glücklich werden könnte und das 35er permanent auf manuellen Fokus gestellt. Obwohl das Objektiv keine mechanische Verbindung zwischen Fokusring und der eigentlichen Fokusgruppe besitzt, machte mir das manuelle Fotografieren schon Spaß. Eine Erkenntnis, die das Bild vom nächsten Tag zur Folge haben sollte. 

31. März

Der manuelle Fokus hatte mich am Tag vorher so angefixt, dass ich meinem Verlangen nach einem 50mm Objektiv in einer für mich gewagten Weise nachkam:
Ich hatte am Tag zuvor das Voigtländer 50mm Nokton bestellt. Das Objektiv ist mechanisch gesehen komplett manuell. Blenden- und Fokussteuerung lassen sich nicht über die Kamera elektrisch fernsteuern, sondern können nur von Hand an der Optik selbst eingestellt werden. Ein Gefühl von längst vergangenen Zeiten. Die Inspiration dazu kam aus diversen Ecken und der Tropfen, der das Fass zum überlaufen und meinen Finger im Warenkorb auf "Zur Kasse" klicken ließ, war eine ausgiebige Diskussion zu manuellen Objektiven im Freundeskreis.
Dank der schnellen Lieferzeiten im Jahr 2022 kam es am Donnerstag (einen Tag später) schon an und zog mich von Sekunde Eins an tief in seinen Bann. Ich denke, dass dieses Objektiv sogar maßgeblicher Bestandteil dieses 365-Tage-Projekts werden wird, denn es ist wie gemacht für die Reportage des Alltags und die tiefgehende Beschäftigung mit einem Motiv. Ich werde berichten!

01. April

Tja, Frau Clematis, das war's dann wohl mit dem Frühling. Am Freitag kam er endlich: Der Schnee! Den ganzen Winter über hatte ich vergeblich auf ihn gewartet und immer wieder gehofft, dass er endlich fallen würde. Doch ich wurde enttäuscht. Bis heute!
Und was soll ich sagen: Am 01. April macht mir Schnee nicht mehr so viel Spaß. Er sah beim Fallen ganz hübsch aus, aber liegen blieb natürlich nichts (auf dem Bild sieht er wegen der kleinen Flocken fast wie Regen aus) und irgendwie ist waren die 10 Tage zuvor so warm und sonnig, dass mein Körper von diesen Temperaturen und dem (ein schönes Wort!) usseligen Wetter nichts mehr wissen wollte. Könnten wir das vielleicht wieder gegen Weihnachten haben? Ja? Danke!