Woche 11

Wie ich schon vor zwei oder drei Wochen dank dieses Projekts gemerkt hatte: Wenn am Ende jeder Woche steht, dass "zu wenig Zeit" und "zu viel Stress" das Resumé dominieren, muss die Verteilung der verfügbaren Zeit überdacht werden. Ich habe damit zumindest schon mal angefangen, was sich hoffentlich in diesen Tagesbeiträgen wiederfinden wird.
Und was sich vor allen Dingen hoffentlich nach den nächsten 9-10 Wochen in den Schlusserkenntnissen ebenfalls wiederfinden wird!

12. März

Das letzte Wochenende gehörte fast vollständig der Hochzeit meiner Schwester!
Dieses Wochenende stand hingegen der vierte Geburtstag meiner älteren Tochter an, genauer gesagt die Geburtstagsfeier mit den besten Freundinnen und Freunden. Dazu wurde der Innenhof unseres Häuserblocks in ein dermaßen ausuferndes Einhorn-Habitat verwandelt, dass selbst Pinterest die weiße Fahne geschwenkt hätte. Das rauschende Fest endete mit völlig erschlagenen Eltern und totmüden Kindern. 
100 von 100 Punkten erreicht!

Wer angesichts dieses Bildes etwas irritiert ist: Das Kind auf dem Bild ist nicht das Geburtstagskind, sondern meine jüngere Tochter. Die ist erst eineinhalb!

13. März

Was ist besser als ein Kindergeburtstag? Klar, zwei Kindergeburtstage! Und weil Leonie so viele Kinder einladen wollte, dass wir uns die gleichzeitige Bespaßung und Beaufsichtigung nicht mehr zutrauten, teilten wir die Gruppe auf zwei Tage auf und feierten am Sonntag direkt noch mal Kindergeburtstag. Das Wetter war Gott sei Dank kooperativ, so dass wir die Deko im Innenhof einfach am Vortag hängen ließen und noch einmal verwenden konnten. Praktisch!

14. März

Nun war ich doch gerade erst 34 Jahre alt geworden und fühlte mich an diesem Montag doch mindestens doppelt so alt. Die Ursache: Kinder! Diese hatten mich am Tag zuvor auserwählt, um Ihnen eine Fahne zu klauen, um sie mir dann wieder abjagen zu können. Leider hatte ich mich in Runde 1 offenbar lustig genug angestellt, so dass ich den Rest des Nachmittages immer wieder zu dieser etwas einseitigen Interpretation von "Capture the flag" genötigt wurde. Ich schreibe das hier gerade am Freitag (18. März) und mein rechter Oberschenkel schmerzt immer noch, wenn ich ihn zu sehr anspanne... Sport ist Mord! Diese kleinen Monster haben es mir ganz schön gegeben. Spazieren ist aber Gott sei Dank schmerzfrei möglich, so dass wir am Montag noch eine schnelle abendliche Runde - ganz ohne Gejammer über schmerzende Oberschenkel - ins Dörfchen von Benrath machten.

15. März

Musikschul-Dienstag / Pizza-Tuesday
In den letzten Wochen klangen die Dienstage oft sehr ähnlich: Ab Mittag Musikschule in Köln und abends nach Feierabend dann eine leckere Pizza auf der Couch.
So war es auch am diesen Dienstag. Allerdings kam als weiterer, nun wieder regelmäßiger Programmpunkt das Verräumen der Metro-Lieferung und die Vorbereitung des Frozen Yogurt Geschäfts meiner Frau hinzu. Sie ist Standortleiterin des Yomaro Frozen Yogurt Ladens in Benrath und ich habe die Ehre, dort ab und zu mit ihr zusammen arbeiten zu können.

16. März

Da ist er ja wieder: Der Frühling!
In einer Pause zwischen mehreren Verpflichtungen im Kalender schnappte ich mir eine Kamera und drehte eine kompakte 45-Minuten-Runde durch den Wald um die Ecke. Dabei fiel auf, dass die Natur nun endgültig den Signalen der wieder wärmer scheinenden Sonne zu folgen. Blüten und Knospen waren fast überall zu sehen und das erste saftige Frühlingsgrün war hier und da im sonst noch graubraunen Wald zu sehen. In diesem Fall setzte sich eine weiße (mir unbekannte - schlecht recherchiert, ich weiß...) Blüte fotogen vor einer gelb blühenden Forsythie in Szene.

17. März

Donnerstage haben offensichtlich momentan was mit Fahrrädern zu tun... dabei gibt es da eigentlich gar keinen Zusammenhang, aber ich erzähle mal von vorne: An Leonies drittem Geburtstag (ihr vierter war ja am 10. März diesen Jahres) war mein altes Mountainbike aus der Tiefgarage geklaut worden. Der Materialwert ansich war kein großes Problem, das Fahrrad war etwa 18 Jahre alt und optisch wirklich kein Leckerbissen mehr. Emotional allerdings war das ein harter Schlag für mich, hatte ich es doch kurz zuvor erst wieder mit einigen neuen Teilen versehen, um es wieder fahrtüchtig zu machen. Überhaupt war an diesem Rad keine Schraube mehr original. Außer dem Rahmen und der Bremsanlage hatte ich alles über die Jahre (mit Hilfe) selbst ausgetauscht und optimiert und so war es mir zum treuen Gefährten in vielen wilden Fahrten geworden. Auf diesem Bild ist aber ein anderes Rad zu sehen ...

18. März

... Dieses Rad ist nämlich ein Geburtstagsgeschenk von meiner lieben Verwandschaft. Melanie (meine Frau) hatte die Aktion initiiert und mit allen anderen gesammelt, um mir ein neues Mountainbike kaufen zu können. Bestellt hatten wir es dann Anfang Februar, denn die Lieferzeiten für Fahrräder waren zu dem Zeitpunkt noch von astronomischem Ausmaß und so sollte dieses Rad erst an Ostern etwa geliefert werden. Durch glückliche Fügung war es nun aber schon früher fertig und nachdem ich es gestern (deswegen da schon das Foto) beim Händler in Köln abgeholt hatte, konnte ich mich nicht länger beherrschen und drehte am Mittag eine schnelle 20km-Tour um Elbsee und Unterbacher See. Was ein Freiheitsgefühl... Was hatte ich das vermisst!

Was hat diese Woche gut getan. Endlich wieder ein bisschen Luft, um zum Beispiel mal eine Runde auf das neue Rad springen zu können. Um den ein oder anderen kleinen Spaziergang zu machen oder mich von einer Horde wilder Kids über den Hof jagen zu lassen. So macht das Spaß! Ich hoffe, ich schreibe am Ende der nächsten Woche nicht wieder was von Stress und Zeitmangel, aber momentan bin ich auf jeden Fall sehr optimistisch, dass sich da langfristig was an meiner Alltagsstruktur ändern könnte.