Woche 10

So, jetzt heiratet meine Schwester noch mit einer großen Party, dann hat meine ältere Tochter ihren vierten Geburtstag und dann entspannt sich die Lage der besonderen Ereignisse auch schon wieder! Aber macht ja auch irgendwie Spaß...

05. März

Da war sie nun, die Hochzeit meiner Schwester. Das war eine wirklich tolle, freie Trauung mit einer sehr unterhaltsamen und entspannten Feier hinterher.
Da ich nicht nur in Funktion des Bruders, sondern auch des Fotografen eingeplant war, hatte ich also an diesem Tag genug Gelegenheiten, um Bilder zu machen. Warum habe ich dann ausgerechnet dieses Bild gewählt?
Es war das einzige Bild unter den knapp 1500 auf den Speicherkarten, das eben einen Moment zeigte, der nicht explizit zur Hochzeit gehörte. Und dennoch hat auch diese Ente ihr prachtvolles, weißes Kleid aufgetragen und fiel schon von weitem auf. Sie begegnete uns übrigens, als wir mit Brautpaar und Trauzeugen ein paar Fotos abseits der eigentlichen Feier machten. Also irgendwie ein Hochzeitsbild ohne Hochzeit.

06. März

Nach der Hochzeit übernachteten wir bei meinen Eltern. Die wohnen näher an der Location, in der die Hochzeit statt fand und außerdem war der Plan, dass sie unsere Töchter mitnehmen könnten, so dass diese schon mal im Bett hätten verschwinden können, während wir noch auf der Feier geblieben wären. 
Der ganze Plan scheiterte aber an der Kooperationsbereitschaft der Mädels und so gingen wir alle zugleich bei meinen Eltern schlafen. Am nächsten Tag verbrachten wir dort noch einige Zeit. Unter anderem auch im großen, grünen Garten. Und an diesem Pampasgras kann ich irgendwie nie so richtig vorbeigehen. Es strahlt für mich immer diese mediterrane, sommerliche Stimmung aus.
(Ob Pampasgras tatsächlich ein mediterranes Gewächs ist, weiß ich gar nicht...)

07. März

Das Wochenende - oder genauer gesagt "die letzten Wochen" - hatten ihre Spuren hinterlassen. Ein Infekt hinterließ mich an diesem Tag ein wenig wie diese Osterglocke auf unserem Balkon:
Leicht abgeschlagen, mit hängendem Kopf und den Sonnenuntergang fest im Blick, um sich endlich legitim wieder ins Bett legen zu können.
Gleichzeitig war es trotzdem ein produktiver Tag von zu Hause aus. Die Höhen und Tiefen des Home Office. 

08. März

Ich muss mir wirklich mal ein neues "Ich bin spät nach Hause gekommen, habe bis dahin keine Zeit gefunden, um in Ruhe zu fotografieren und nehme jetzt, was mir beim Aussteigen aus dem Auto vor die Füße fällt"-Motiv suchen.
Der Musikschultag war wieder lang und Anfang März war die Sonne wieder mal schon im Bett, als ich zu Hause ankam. Das Bild von der alldienstäglichen Pizza war aber  leider auch nicht viel besser.

09. März

Die Temperaturen draußen steigen, die Sonne scheint ausgiebig und so zeigt sich auch Frau Clematis motiviert, ein paar neue Blüten ins Rennen zu werfen. Diese hübsche Pflanze wächst auf unserem Balkon, den ich dank wärmerer Witterung jetzt auch wieder häufiger besuche. Bald steht wieder dieser Tag an, an dem plötzlich alle Bäume, die am Vortag noch braun und kahl aussahen, mit einem Schlag eine grüne Explosion erzeugen und damit endgültig den Frühling manifestieren. Jedes Jahr ein toller Moment!

10. März

Dieses Fahrrad... Ich habe es mittlerweile seit fast 15 Jahren in mehr oder weniger dieser Ausstattung. Damals wollte ich unbedingt das Dirtbike-Spiel mitspielen, mir fehlte aber für die großen Sprünge am Ende der Mumm und oder die passende Körperbeherrschung. Trotzdem haben dieses Rad und ich eine ganze Menge Spaß gehabt, viel Haut auf Asphalt und Waldboden gelassen und sogar eine Nacht im Krankenhaus zusammen gebucht. 
Jetzt - nachdem es lange nicht fahrbereit bei meinen Eltern im Schuppen stand - ist es mein Gelegenheits-Rad, wenn ich am Ziel sicher sein kann, es gut drinnen abstellen zu können. Dabei ist es dafür denkbar schlecht geeignet, weil die Sitzposition eigentlich als "Stehposition" gedacht ist und der Sattel (hier im Bild ist er schon hoch!) eher als Sitzgelegenheit in der Pause gedacht ist. Und doch liebe ich es, mit diesem sehr reduzierten, sehr robusten Rad mit nur einer Bremse und einem Gang Bordsteinkanten hoch und runter zu hüpfen. Aber ohne weitere Schürfwunden oder Gehirnerschütterungen. Hoffentlich.

Und dann ist an diesem Tag auch noch meine ältere Tochter 4 Jahre alt geworden... Seit 4 Jahren bin ich jetzt glücklicher Papa. Doch dazu nächste Woche noch mehr!

11. März

Schon wieder ein Bild aus dem Genre "Home, sweet home". Die St. Cäcilia Kirche in Benrath liegt auf fast jedem Alltagsweg, den ich hier so zurücklege. Sie ist für mich das "Dorfzentrum" (ich habe vielleicht früher zu viel Age of Empires gespielt), von dem aus sich ganz Benrath organisiert. Dort arbeitet nur wenige Meter nebenan meine Frau, dort kaufen wir unser Obst, unsere Drogerieartikel, gehen zur Post, gehen an der Kirche vorbei zum Schlosspark und und und... 
Ein schöner kleiner Ort, ich mag die alten Gaslaternen im Schatten des für die kleine Fußgängerzone etwas zu groß wirkendem Kirchturms. Das hier und da übrige Kopfsteinpflaster und die Tatsache, dass man hier, obwohl das Ganze zu Düsseldorf gehört, seine eigene kleine Welt hat, in der man alle Nase lang ein bekanntes Gesicht trifft. 
Home, sweet home!